09. September 2026
Woche des Exils: Autorinnenbesuch von Aslı Erdoğan
Mut zur Menschlichkeit

Höhepunkt der Woche des Exils am Adorno-Gynasium war der Besuch der Autorin und Physikerin Aslı Erdoğan. Sie berichtete den Schülerinnen und Schülern, die sich bereits zuvor im Unterricht mit ihrem Leben und Werk beschäftigt hatten, von ihrer sehr bewegenden Lebensreise.
Aufgrund ihres literarischen Einsatzes für die Menschlichkeit war sie nicht nur im Gefängnis inhaftiert, sondern auch in Rio de Janeiro im Exil. Mit großer Offenheit ging sie auf die Fragen der Schülerinnen und Schüler ein, die anschließend einige ihrer Eindrücke schriftlich festhielten:
„Zur Frage, ob es sich gelohnt hat, ist es nicht so wichtig, ob es politisch einen Unterschied gemacht hat. Genau diese Gespräche führen schon zu Veränderungen."



„Bewegend waren der Kampf für Menschen, die keine Stimme haben und auch die Briefe im Gefängnis." „Wenn sich nur das
Leben einer Person verändert, ist es ein Erfolg. Schon heute hat das Gespräch viele Schüler beeinflusst." „Die Autorin schreibt weiter trotz ihrer Traumata. Sie ahnt nicht, wieviel Mut sie damit aufbringt." „Sie hat das Gefühl, Menschen helfen zu müssen. Wenn jeder einen hilfsbereiten Funken in sich trägt, wäre die Welt ein besserer Ort!' „Sie hat nie gelernt, sich selbst zu priorisieren, sie hilft anderen."



„Sie wurde von einem Trauma berührt und wurde zu dem Menschen, den sie gebraucht hätte." Unser besonderer Dank gilt der Autorin Frau Erdogan, den Organisatoren Frau Sinnhöfer und Herrn Barte und dem Bürgerverein, namentlich der Vorsitzenden Frau Wiesmann.
Die Stimmen der Schülerinnen und Schüler zeigen, wie wichtig besonders in diesen Tagen der Einsatz für die Menschlichkeit ist.