01. Juni 2026
Zweitzeugengespräch mit Familie Rosenthal
Gespräch mit Familie Rosenthal zu den Erfahrungen ihrer Eltern und Großeltern
Am 01.06.2026 wurde das Adorno-Gymnasium von der Familie Rosenthal besucht, welche über die grausamen Erfahrungen ihrer Eltern und Großeltern als Juden im Nationalsozialismus berichtete.
Zur Vorbereitung auf das Zweitzeugeninterview haben wir uns mit unserer Lehrkraft die Familiengeschichte und die Kindertransporte während des Nationalsozialismus angeschaut. Besonders eindrücklich wurde das durch die Schilderung von David Rosenthal, dessen Vater Manfred selbst als Kind in Frankfurt am Main aufgewachsen ist und vor dem NS-Regime fliehen musste. Manfred fand seinen Weg aus Deutschland in die USA, wo die Familie auch heute noch lebt. David empfand es als sehr emotional nach so vielen Jahren in den Straßen entlangzugehen, in welchen einst sein Vater gewesen ist.
Die grausamen Erfahrungen prägen die Familie immer noch, weshalb es umso beeindruckender ist, dass sie offen darüber spricht und es schafft durch nahbare Anekdoten dem schweren Thema Lebensmut abzugewinnen. Die Wichtigkeit der Aufklärungsarbeit von Familie Rosenthal war präsent, gerade wegen des aktuellen Erstarkens von Antisemitismus oder rechtsextremer Parteien.
Alle Gäste, David, seine Frau Lynda und Schwägerin Nancy tauschten sich am Ende des Interviews in kleinen Gesprächsgruppen über persönlichere Fragen mit den SchülerInnen aus. Auch betonte die Familie die Relevanz von Bildung und der Erinnerungskultur, um erfolgreich Prävention leisten zu können. Genauso wünscht sich unsere Schule weitere Projekte dieser Art.
Elena, Levi und Anna 9c
